Garten in den Wiesen

Weichtiere - auch unter hartem Schneeharsch putzmunter

Wer meint, die Schneckenplage beginne erst mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen hat weit gefehlt. Frost ist wahrlich kein Kriterium für eine gewisse Abstinenz an Schnecken im Garten. Ganz im Gegenteil. Oftmals wohlbehütet unter einer (vor uns und Frost) schützenden Decke aus Schnee, gehen die kleinen Schleimer ihren allnächtlichen Fraßmahlzeiten nach und bescheren uns zum nächsten Tauwettereintritt das Entsetzen blütenblattloser Schneeglöckchenschäfte. Dann ist alles zu spät, denn es ist wahrlich alles für die beginnende Saison bereits gegessen.
Lediglich die Fruchtknoten scheinen nicht sonderlich zu schmecken, sie sind möglicherweise noch zu unreifgrün.
Ist der Sichtschutz endlich irgendwann weggetaut und wir haben Zugriffsmöglichkeiten, ist die Gefahr dennoch längst nicht gebannt. Jegliche Blattreste, Rindenstückchen, Erdspalten oder Steinritzen bieten vortreffliche Verstecke für die gerade man zentimeterlangen, graubraun gefleckten Tierchen. Erstere lassen sich beseitigen, aber den Untergrund zu durchsuchen, geht wohl doch etwas zu weit.
Metaldehyd und Eisen-III-Phosphat sind daher für uns zu unverzichtbaren, weil wirkungsvollen Chemikalien gegen Schneckenkahlfraß geworden. Ihr Einsatz beginnt mit dem Schieben der Blütenschäfte bei den herbstblühenden Schneeglöckchen Ende Oktober und endet erst nach Abblühen der Herbstzeitlosen so Mitte November des Folgejahres.
Keine glückliche Lösung, wenigstens aber eine effektive!!!


Schneckenbrut

Jungschnecken

Auf frischer Tat...
 

ertappt und vorgeführt